Dank der Psychologie lassen sich fundierte Entscheidungen der Käufer durch geschickte Farbenauswahl und ein fesselndes Storytelling in die gewünschten Bahne lenken. Eine ausgereifte Onlinemarketing Beratung für die Kunden macht es möglich, rationalen und emotionalen Content so zu platzieren, dass die Kaufentscheidung durch das Neuromarketing beeinflusst wird.

Nicht alle Käufer denken beim Online Einkauf rational, oft wird die Bestellmenge ohne Umwege überschritten, obwohl der Schrank bereits gut mit Bekleidung gefüllt ist und eigentlich gar kein Bedarf da ist. Psychologisch ist das Verhalten so zu erklären, dass das ausgeprägte Kaufgefühl spontan entsteht, weil die angesehenen Textilen dem Käufer gut gefallen und es Mengenrabatt gibt. Im Unterbewusstsein spielen sich Denkprozesse ab, die beim weiteren Bestellen wie in einer Art kurzem Kaufrausch ans Tageslicht kommen und das Kontrollgefühl für eine Weile außer Kraft setzen. Neurowissenschaftler setzen auf das Storytelling, denn wenn der Kunde sich mit der Werbegeschichte identifizieren kann, kauft er wesentlich mehr ein. An die sichere Zukunft denken viele Kunden gerne, der Wunsch aus der Steinzeit, sich regelmäßig Vorräte anzulegen, ist auch heute noch tief verankert. Die Magnetresonanztomografie (fMRT) zeigt deutlich, dass sich die Denkweise in diese Richtung bei großen Menschenmassen vorgefunden wird, obwohl es kaum notwendig ist, sich Vorräte anzulegen, weil rund um die Uhr bestellt werden kann.

Hier 3 Modelle vom Neuromarketing, die zur Kaufentscheidungen führen:

1. Storytelling: Emotionale Inhalte fördern die konsumwillige Stimmung

Rationale Werbung spricht eher die konservative Käufergruppe an, Werbung auf der emotionalen Ebene als emotionale Inhalte spricht besonders junge Leute an. Neuronale Aktivitäten des Publikums werden vorweggenommen, die Käufer können aktiv zuhören und sich sehr gut an die witzige Werbegeschichte erinnern. Je einfacher die Werbegeschichte ist, desto weniger Gehirnressourcen des Kunden werden beansprucht. Wie so oft ist weniger mehr, für das Verstehen einfacher Botschaften werden kaum Ressourcen beansprucht, stattdessen kann die Werbegeschichte intensiv verarbeitet und gespeichert werden. Neuronal vorbereitete Informationen fallen im Bereich Marketing sofort auf fruchtbaren „Grund und Boden“. Allerdings ist es wichtig, die Marketing Zielgruppe ganz genau zu kennen, um die Werbebotschaft neuronal zu verpacken. Werbegeschichten (Storytelling) müssen so authentisch wie möglich sein, denn sonst vermutet der Kunde, dass er völlig unerwartet in eine Werbefalle rennt.

2. Die richtige Platzierung der Farben für den Verkauf der Waren

Bei der Farbpsychologie teilen sich die Meinungsgruppen der Marketingfachleute, die einen finden das Thema wichtig. Andere Mitarbeiter im Bereich Marketing messen der Farbpsychologie weniger Bedeutung zu. Studien der Wissenschaft zu diesem Thema sind begrenzt und der Alltagsfarbpsychologie messen nicht alle Marketingexperten die gleiche Bedeutung zu. Viele Marketing-Verantwortliche benutzen am liebsten nur Erkenntnisse, die bereits wissenschaftlich bestätigt worden sind. Es gibt aber auch Experten, die merken, dass dank der Alltagsfarbpsychologie der Weg zu dem Kunden leichter gefunden werden kann. Genau wie die richtige Platzierung der Argumente für den Verkauf kann durch die passende Farbauswahl das Verkaufsargument farblich unterstützt werden. Wer das Verkaufsargument für beispielsweise die neue CD der Sängerin Pink durch die Farbe Pink unterstreicht, erreicht die Fans nicht nur durch die Werbesprache, sondern auch durch die Farbpräsenz. Die Farbauswahl wird intuitiv erfasst, wer die Sängerin Pink gerne mag, mag auch die Farbe Pink sehr gerne. Eine einfache Alltagspsychologie, die ohne Wissenschaftliche Studien schnell Wirkung im Bereich des Marketings zeigt.

Wie wirken welche Farben?

Schön früh lernen Kinder, die eine Farbe von der anderen zu unterschieden. Jede Farbe wird mit Emotionen verbunden, grau wirkt sehr dezent, während Farbtöne wie gelb genau wie die Sonne die Stimmung aufhellen können. Appetitanregende Farben wie Orange, Grün oder warme Rottöne lassen sich für den Verkauf der Lebensmittel gezielt einsetzen. Die Farbe wird sofort in Verbindung mit dem Geschmack gebracht, hinter der aktivierenden Farbe Rot werden oft süße Artikel zum Essen vermutet. Bei Grün denken viele Konsumenten zum Beispiel Gurken, die sauer sind. Die Lebensmittelbranche kann die Farbauswahl einsetzen, um neben den visuellen Reizen auch den Geschmackssinn anzusprechen. Die Call-to-Action (CTAs) Werbebotschaft wird durch die entsprechende Farbauswahl zu einem Marketing-Erlebnis für die Augen. Je nach Kulturkreis haben Farbtöne eine völlig unterschiedliche Bedeutung, während die Farbe Weiß in Deutschland als Farbauswahl der Reinheit und Unschuld gilt, bedeutet die gleiche Farbe in China den Tod. Farbliche Assoziationen erhöhen den Wiedererkennungswert des beworbenen Artikels.

3. Platzierung Links oder Rechts = Beeinflusst Entscheidungen der Kunden

Auf der Firmenpräsenz im Internet werden die emotionalen Werbebotschaften sehr gerne links platziert. Leichte Werbeunterhaltung kommt von der linken Seite besonders gut an. Für werbewirksame Argumente ist auf der rechten Seite Platz, sachliche Informationen werden dort am besten aufgenommen. Die Anatomie der Sehnerven ist die Quelle dieser Aussage, die Augenreize werden in die entsprechenden Areale des Gehirns weitergeleitet. Optische Augenreize werden aus dem rechten Gesichtsfeld in der linken Seite, die für das logische Denken zuständig ist, weiterverarbeitet. Alle Augenreize aus dem linken Gesichtsfeld werden in der rechten Gehirnseite weiterverarbeitet. Die Onlinemarketing Beratung für die Kunden kann nach diesen Erkenntnissen noch kundengerechter ausgerichtet werden, damit die emotionale und die rationale Werbebotschaft wirklich ankommt.

Psychologie macht aus Marketing eine Wissenschaft

Wer nicht wahllos die Ware auf dem Internet Portal wie auf dem Wühltisch präsentieren will, sondern psychologische Kenntnisse nutzt, findet den Weg zu den Kunden leichter und langfristiger. Sobald die Kunden sich verstanden fühlen und die Werbebotschaften ankommen, werden mehr Einkäufe generiert und die Mund-zu-Mund Werbung der Kunden lockt neue Interessenten an. Humor sollte bei der Werbegeschichte nicht fehlen, denn mit Humor werden viele Kunden erreicht. Der Stimulationsfaktor, der durch die witzige Werbegeschichte erreicht wird, ist unvergleichlich. Mit der humorvollen und kreativen Werbung prägen sich Werbedetails viel leichter ein. Geschickte Wortspiele oder verbale Überraschungen sind das Highlight der Werbung. Das Szenario der emotionalen Werbung kann zwischen witzigen und besinnlichen Momenten wechseln. Die Achterbahn der Gefühle prägt sich bei den zukünftigen Kunden sehr gut ein. Der Content auf der Firmenwebsite wird durch Emotionen wie Humor in Form von Cartoons mit Leben gefüllt. Schnell spricht sich das Ganze rum und die Zahl der Internetbesucher steigt an. Die Gefühlsebene schafft in der eher nüchternen Welt des Internets eine besondere Atmosphäre, die unvergleichlich authentisch ist.

Fazit

Neurowissenschaftler weisen darauf hin, dass allein durch die Platzierungen der Werbegeschichten und durch die Farbauswahl in Kombination mit der Zielgruppenstrategie eine Brücke zu den Kunden aufgebaut werden kann. Ressourcen in diesem Bereich lassen sich als Marketingstrategie weiter ausbauen, die eigenen Präferenzen in Kombination mit neurowissenschaftlichen Methoden, die im Trend der Zeit liegen, werden zum Türöffner für mehr Konsum.

Werbemaßnahmen können durch den Einblick in die Denkweise der Konsumenten bei der Kaufauswahl der jeweiligen Artikel noch effektiver wirken und im Gedächtnis bleiben, meinen die Hirnforscher. Emotions- und Kognitionssysteme verändern sich im Laufe der Lebenszeit. Wer nicht nur auf junge Leute als Konsumenten setzt, sondern auch die ältere Generation in die emotionale Marketing Strategie mit einbezieht, kann das Marketing mit den Methoden der aktuellen Hirnforschung noch präziser auf die jeweilige Zielgruppe abstimmen.