Große, deutsche Unternehmen gewinnen Marktanteile im E-Commerce und im internationalen Handel. Die Reise- und Veranstaltungsbranche hat zwar große Verluste in der Corona-Pandemie hinnehmen müssen, doch andere Bereiche wie die Bau- und Möbelbranche haben ihren Wert steigern können. Neue E-Commerce Studien aus dem Jahr 2021 zeigen auch, dass der Do-it-yourself-Bereich in Deutschland DIY mit zu den Gewinnern in der Krise gehört. Die deutschen Domains haben zugelegt und sich gegenüber dem Marktriesen Amazon mit guter SEO etablieren können.

 

Daten aus der Searchmetrics E-Commerce Marktanalyse 2021

In dieser Analyse werden die Marktanteile des deutschen E-Commerce im Jahr 2021 gegenüber den Daten aus den Vorjahren gestellt. Im Vergleich mit 2019 hat Amazon im Möbelsegment hat Amazon 0,5 % am Marktanteil verloren, während Otto.de einen Wachstum der Marktanteile um 4,2% verzeichnet. Weitere Gewinner in der Analyse sind wayfair.de, hoeffner.de und gartenmöbel.de. Home24.de und moebel.de sowie ikea.de haben auch an Marktanteilen verloren, während bei ebay.de und Kaufland.de einen kleinen Anstieg festzustellen ist. Bei den Top 10 ist jetzt otto.de mit 10,10 % am ersten Platz und gartenmoebel.de am 10. Platz mit 2,3 %. Im Bereich DIY hat sich zwar Amazon noch am ersten Platz der Top 10 halten können, mit 12,1 Marktanteilen. Der Spitzenreiter hat allerdings im Vergleich zu 2019 13 Prozentpunkte von seinen Anteilen verloren. Platz zwei geht an obi.de, gefolgt auf Platz 3 von hornbach.de. Platz 4 geht an ebay.de, Platz 5 hat conrad.de und Platz 6 geht wieder an kaufland.de. Ebay-kleinanzeigen.de auf Platz 7 hat gegenüber 2019 über 20 Prozentpunkte verloren, Platz 8 Fensterversand.com hat nur 1 Prozentpunkt verloren. Auf Platz 9 befindet sich idealo.de mit 5 Prozentpunkten Verlust. Platz 10 hat reuter.de. Seine Marktanteile wuchsen um zwei Prozentpunkte gegenüber 2019.

 

Die Studie belegt, dass die deutschen Konzerne sich besser platziert haben in den letzten beiden Jahren. Zwar ist die Amazon-Domain noch in beiden Bereichen unter den ersten Plätzen, doch auch deutsche Konzerne haben während der Corona-Pandemie mit Click & Collect ihre Bestell- und Lieferprozesse gut ausbauen können.

 

Deutsche Unternehmen verbessern sich in der Suchmaschinenoptimierung 

Im Content der Webseiten haben sich deutsche Konzerne durch Keywords und SEO bei Google-Rankings verbessern können. In der Branche Möbel ist Obi an Hornbach vorbeigezogen. Obi hat ein Magazin für Heimwerker herausgegeben, was die Performance von OBI im Content verbessert hat. Dort sind alle Produkte von a wie Axt bis z wie Zimmerpflanze mit Artikeln in Themen zu finden. Die Produktvorstellung Im Magazin basiert auch auf wertvollen Tutorials. Die Leser/-innen des Magazins kaufen dann die Produkte auch bei OBI. Obwohl das Magazin schon 2018 aufgelegt worden ist, generiert es erst seit 2021 überproportional mehr Klickraten, sodass sich der Erfolg konstant am Aufschwung von OBI messen lässt. Der Konkurrent in der Möbel Branche Hornbach hat sich dagegen anders aufgestellt, wobei er die Konkurrenz berücksichtigt hat und auf Keywords zu Themen wie Bad planen, Terrasse gestalten oder Gartengestalten gesetzt hat. Bei Höffner präsentieren Influencer die Möbel im Magazin. Es gibt einen Deko-Dienstag in der Höffner Domain und Rezepte. Guter Content und SEO bewährt sich somit in der Suchmaschinenoptimierung. Es bleibt weiter spannend, wie es deutschen Konzernen gelingen wird, sich gegen den amerikanischen Bestellriesen langfristig durchzusetzen und wie sich die Prognose für die nächsten Jahren aussehen wird.