RATGEBER › KI-SCHULUNG & EU AI ACT
Ratgeber: KI-Schulung, Art. 4 EU AI Act und der belastbare Nachweis
Nachweis statt Angst: hier finden Sie sachliche Antworten zur KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 EU AI Act – was gilt, was sich durch den Digital Omnibus ändert und wie ein DSB-bescheinigter Nachweis aussieht.
Worum es in diesen Ratgebern geht
Art. 4 EU AI Act ist seit 02.02.2025 in Kraft und verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, für ausreichende KI-Kompetenz ihres Personals zu sorgen; die Marktaufsicht greift ab 02.08.2026. Statt mit Bußgeld-Drohungen zu arbeiten, geht es uns um das, was zählt: einen dokumentierten, verantwortungsvollen Kompetenznachweis vom zertifizierten Datenschutzbeauftragten.
Dieser Ratgeber-Bereich richtet sich an Unternehmen, die KI-Werkzeuge bereits einsetzen oder deren Einführung planen – vom Einzelunternehmen bis zum Mittelstand. Gemeint sind sowohl Betreiber, die KI-Systeme im Arbeitsalltag nutzen (etwa Text-, Bild- oder Auswertungs-Assistenten), als auch Anbieter, die eigene KI-gestützte Produkte oder Dienste bereitstellen. Für beide Gruppen knüpft Art. 4 EU AI Act dieselbe Erwartung: Wer KI verantwortet, muss dafür sorgen, dass die damit befassten Personen die Systeme sachkundig, sicher und rechtlich sauber bedienen können. Unsere Beiträge ordnen diese Pflicht nüchtern ein, statt sie als bloße Formalie oder als Drohkulisse darzustellen.
„Ausreichende KI-Kompetenz“ meint dabei kein abstraktes Zertifikat um seiner selbst willen, sondern praktisches Urteilsvermögen: Mitarbeitende sollen verstehen, wie ein KI-System grundsätzlich arbeitet, wo seine Grenzen und typischen Fehlerquellen liegen, welche Daten sie eingeben dürfen und welche nicht, und wann ein Ergebnis kritisch zu prüfen ist. Dazu gehört auch ein Bewusstsein für Datenschutz, Vertraulichkeit und die Frage, wer am Ende für eine KI-gestützte Entscheidung verantwortlich bleibt. Das Niveau dieser Kompetenz darf sich an Rolle, Aufgabe und Risiko des jeweiligen Einsatzes orientieren – eine Sachbearbeitung mit Standard-Assistenten braucht eine andere Tiefe als eine Fachabteilung, die KI in sensible Prozesse einbindet.
Genau hier setzen die folgenden Ratgeber an. Sie geben Orientierung, bevor Sie investieren: Sie erklären, was die Pflicht konkret von Ihrem Betrieb verlangt, wie sich eine Schulung sinnvoll zuschneiden lässt und worauf es bei der praktischen Umsetzung ankommt. Ein wiederkehrendes Thema ist der Nachweis – denn im Zweifel zählt nicht, dass geschult wurde, sondern dass dies belegbar und nachvollziehbar dokumentiert ist. Wir zeigen, wann eine kostenlose Eigen- oder Online-Schulung als Einstieg genügt und wann ein belastbarer, vom Datenschutzbeauftragten bescheinigter Nachweis die bessere Wahl ist.
Wer den nächsten Schritt gehen möchte, findet bei uns eine KI-Schulung mit DSB-Bescheinigung, die Lernen und prüffesten Nachweis in einem Schulungsblock verbindet. Die folgenden drei Ratgeber beantworten zunächst die häufigsten Fragen – sachlich, verifiziert und ohne Panikmache.
KI-SCHULUNG MIT DSB-NACHWEIS
Vom Lesen zum Nachweis – in einem Schulungsblock
DSB-bescheinigte KI-Schulung von Peter Fürsicht, zertifizierter externer DSB.
KI-Schulung Ratgeber – der Leitfaden von max2-consulting
Dieser Ratgeber bündelt die Beiträge von max2-consulting zur KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 EU AI Act. Statt jeder Sub-Seite für sich zu stehen, führt dieser Hub Sie strukturiert durch alle Themen – von der Definition über die rechtlichen Pflichten bis zu konkreten Schulungsformaten und Terminen. Was Sie hier lesen, stammt aus der Praxis eines zertifizierten Datenschutzbeauftragten und einer WordPress-Agentur mit über 10 Jahren Erfahrung.
Die folgenden Abschnitte E2–E15 erweitern diesen Ratgeber um weitere Themen: Definition, Rechtslage, Schulungsformate, Governance, Preise, Termine und häufige Fragen. Am Ende finden Sie die Übersicht aller verwandten KI-Ratgeber (E14).
Was ist KI-Schulung? – Künstliche Intelligenz für Unternehmen erklärt
KI-Schulung bedeutet die Befähigung der Mitarbeitenden, KI-Systeme sachkundig, sicher und rechtlich sauber zu bedienen. Es geht nicht darum, jeder Person zum KI-Entwickler zu machen, sondern um praktisches Urteilsvermögen: Wie funktioniert ein KI-System grundsätzlich, wo liegen seine Grenzen und typischen Fehlerquellen, welche dürfen Daten eingegeben werden und welche nicht, und wann ist ein Ergebnis kritisch zu prüfen.
Zur KI-Kompetenz gehört auch ein Bewusstsein für Datenschutz, Vertraulichkeit und die Frage, wer am Ende für eine KI-gestützte Entscheidung verantwortlich bleibt. Das Niveau darf sich an Rolle, Aufgabe und Risiko des jeweiligen Einsatzes orientieren – eine Sachbearbeitung mit Standard-Assistenten braucht eine andere Tiefe als eine Fachabteilung, die KI in sensible Prozesse einbindet.
Genau diese praktische Perspektive steht im Zentrum der max2-consulting KI-Schulung. Mehr zur konkreten Umsetzung finden Sie im Ratgeber Datenschutz- und KI-Schulung vom DSB.
EU AI Act Art. 4: Die KI-Schulungspflicht ab 02.08.2026
Art. 4 EU AI Act ist seit 02.02.2025 in Kraft und verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, für ausreichende KI-Kompetenz ihres Personals zu sorgen. Die Marktaufsicht greift ab 02.08.2026. Das bedeutet: Ab diesem Datum müssen Unternehmen nachweisen können, dass sie ihre Mitarbeitenden auf den sachgerechten Umgang mit KI-Systemen vorbereitet haben.
Der Digital Omnibus kann Änderungen an den Durchführungsakten bringen, aber bis zur Amtsblatt-Veröffentlichung gilt Art. 4 unverändert. Details dazu im Ratgeber Digital Omnibus und Art. 4 – was gilt jetzt?.
Die Pflicht trifft sowohl Anbieter, die eigene KI-gestützte Produkte bereitstellen, als auch Betreiber, die KI-Systeme im Arbeitsalltag nutzen. Ausführlich erklärt ist die Rechtslage auf KI-Schulung EU AI Act und im Detail-Ratgeber KI-Schulungspflicht Art. 4.
Peter Fürsicht, zertifizierter DSB, über KI-Schulung & Governance
Peter Fürsicht ist zertifizierter externer Datenschutzbeauftragter (DSB), WordPress-Agentur-Leiter und SEO-Consultant. Die KI-Schulung von max2-consulting verbindet DSGVO-Praxis mit KI-Kompetenz – ein Schulungsblock, zwei Nachweise. Dies ist ein echtes Differenzierungsmerkmal, da die KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 EU AI Act und die DSGVO-Schulungspflicht überlappen.
Die KI-Schulung mit DSB-Bescheinigung finden Sie auf KI-Schulung EU AI Act. Zur Governance-Perspektive des DSB-Mandatsträgers siehe KI Governance & DSB-Mandat.
[Peter liefert: DSB-Perspektive auf KI-Schulung & Governance – warum der DSB-Mandatsträger für KI-Kompetenz der richtige Ausbilder ist]
KI-Schulungs-Formate: Workshop, Training, Seminar, Bootcamp
KI-Schulung lässt sich in verschiedenen Formaten durchführen – vom kompakten Workshop über ein- bis zweitägige Trainings bis zum KI-Bootcamp. Das Format richtet sich nach Vorwissen, Gruppengrösse und Risiko des KI-Einsatzes. Ein Bootcamp eignet sich für Teams, die KI schnell in den Arbeitsalltag integrieren wollen; ein Workshop eher für Führungskräfte, die Rahmenbedingungen setzen müssen.
max2-consulting bietet KI-Schulung in unterschiedlichen Formaten an, darunter das KI-Bootcamp am 26.–27.06.2026 und das WordPress 1:1 Coaching „First Steps“ am 09.07.2026. Die Termine sind live auf WordPress-Schulungen verifizierbar.
Welches Format für Ihr Unternehmen passt, klären wir im Vorfeld. Die kommerziellen Pakete finden Sie auf KI-Schulung für Unternehmen.
KI-Schulung für Unternehmen: Pakete & Preise
Die KI-Schulung von max2-consulting wird als DSB-bescheinigter Schulungsblock angeboten, der KI-Kompetenz und DSGVO-Schulung in einem Schritt verbindet. Die Preisstruktur richtet sich nach Gruppengrösse, Format und Tiefe. Die kommerziellen Pakete sind auf KI-Schulung für Unternehmen aufgeführt.
Preisrange: €€ (laut SEOPress LocalBusiness). Konkrete Preisbeispiele liefert Peter auf Anfrage.
Ab 49 € — KI-Kompetenz-Nachweis Self-Paced Einzel (1–2 Personen). Jetzt buchen →
Staffeln Self-Paced: 49 € (Einzel, 1–2 Pers.) · 129 € (3er) · 199 € (5er) · 349 € (10er) · 590 € (20er) · 50+ MA auf Anfrage. Live-Online: 1.059 € (bis 12 MA, Frühbucher 940 €). Inhouse: ab 2.261 € + Reisekosten. KI-Governance-Paket: 3.451 €. DSB-KI-Mandat: 345 €/Monat. Alle Preise inkl. 19 % MwSt. Alle Pakete im Shop →
Governance & DSB-Mandat: KI-Richtlinie + Nachweis-Doku
KI-Governance bedeutet die institutionelle Einbettung von KI-Regeln in bestehende Compliance-Strukturen. Dazu gehören eine KI-Richtlinie, eine Nachweis-Dokumentation und die Benennung Verantwortlicher. Der DSB-Mandatsträger übernimmt hier eine Schlüsselrolle, weil KI-Systeme häufig personenbezogene Daten verarbeiten.
Eine belastbare Nachweis-Doku umfasst: Schulungsteilnahme, Inhalte, Datum, Referent und Testat. Im Zweifel zählt nicht, dass geschult wurde, sondern dass dies belegbar und nachvollziehbar dokumentiert ist.
Details zur Governance-Struktur mit DSB-Mandat finden Sie im Ratgeber KI Governance & DSB-Mandat.
DSB-geleitete Schulung: Warum der DSB-Mandatsträger unterrichtet
Eine DSB-geleitete Schulung hat einen entscheidenden Vorteil: der Ausbilder ist rechtlich in die DSGVO-Compliance eingebunden und versteht die Schnittstelle zwischen Datenschutz und KI. KI-Systeme verarbeiten häufig personenbezogene Daten – die Schulung muss also beide Rechtsbereiche abdecken.
Peter Fürsicht als zertifizierter DSB kann beide Nachweise in einem Schulungsblock ausstellen: KI-Kompetenz nach Art. 4 EU AI Act und DSGVO-Schulung nach Art. 39 DSGVO. Das spart Zeit und vermeidet Inkonsistenzen zwischen zwei separaten Schulungen.
Mehr dazu im Ratgeber Datenschutz- und KI-Schulung vom DSB.
Kostenlose KI-Schulung vs. DSB-Nachweis – was ist gültig?
Kostenlose Online-Schulungen können als Einstieg genügen, wenn das Risiko gering ist und keine besondere Dokumentationspflicht besteht. Sie haben aber einen entscheidenden Nachteil: der Nachweis ist meist nicht belastbar. Im Zweifel – etwa bei einer Prüfung durch die Aufsichtsbehörde – zählt nicht, dass ein Video abgespielt wurde, sondern dass die Kompetenz belegbar ist.
Ein DSB-Nachweis ist belastbar, weil er vom zertifizierten DSB ausgestellt wird, die Inhalte nachvollziehbar dokumentiert sind und die Schulung auf die konkrete Rolle und den konkreten KI-Einsatz zugeschnitten ist. Für sensiblere Einsatzfelder ist dies die sichere Wahl.
Die Abwägung beider Optionen ist im Ratgeber KI-Schulung kostenlos vs. DSB-Nachweis aufgeführt.
KI in WordPress-Redaktionen: Copilot, KI-Content-Audit, KI-Plugins
WordPress-Redaktionen nutzen zunehmend KI-Unterstützung – vom Copilot für Textentwürze über KI-Content-Audits bis zu KI-Plugins, die Metadaten generieren oder Bilder beschreiben. Die Schulung muss diese Werkzeuge abdecken, weil die Redaktion KI-Systeme im Arbeitsalltag betreibt und damit unter Art. 4 fällt.
max2-consulting ist seit über 10 Jahren WordPress-Agentur und kennt die typischen KI-Werkzeuge im Redaktionsalltag. Das KI-Bootcamp am 26.–27.06.2026 umfasst auch praktische Einheiten zu WordPress + KI. Details auf WordPress-Schulungen.
Für die kommerziellen KI-Schulungspakete siehe KI-Schulung für Unternehmen.
AI-SEO / GEO / AEO: KI-Sichtbarkeit als Schulungs-Thema
AI-SEO (auch GEO oder AEO genannt) umfasst die Optimierung für KI-gestützte Suchmaschinen – Google AI Overviews, ChatGPT, Perplexity, Bing Copilot. Wer in diesen Systemen zitiert werden will, muss Content anders strukturieren: zitierfähige Passagen, klare Entitäten, llms.txt-Datei.
max2-consulting bietet AI-SEO als Teil der Schulung an, weil die KI-Sichtbarkeit ein zunehmend eigenständiger Kanal wird. Die verwendeten Tools: GSC, XOVI, PSI, CrUX, Firecrawl, Perplexity. Mehr zur AI-SEO-Kreuzung auf KI-Marketing-Agentur München und SEO Agentur München.
[Peter liefert: 1–2 KI-Schulungs-Fälle mit Teilnehmer-Feedback (anonymisiert)]
Konkrete KI-Schulungs-Termine 2026
Die kommenden Schulungstermine von max2-consulting (live auf WordPress-Schulungen verifizierbar):
- 26.–27.06.2026 – KI-Bootcamp (zweitägig)
- 09.07.2026 – WordPress 1:1 Coaching „First Steps“
Weitere Termine auf Anfrage. Die KI-Schulung mit DSB-Bescheinigung wird auf KI-Schulung EU AI Act und über max2shop gebucht.
Häufige Fragen zur KI-Schulung
Wann greift die KI-Schulungspflicht?
Art. 4 EU AI Act ist seit 02.02.2025 in Kraft, die Marktaufsicht greift ab 02.08.2026. Ab diesem Datum muss nachweisbar sein, dass Mitarbeitende auf den sachgerechten Umgang mit KI-Systemen vorbereitet wurden.
Wer muss geschult werden?
Anbieter und Betreiber von KI-Systemen. Das Niveau richtet sich nach Rolle, Aufgabe und Risiko des jeweiligen Einsatzes – eine Sachbearbeitung mit Standard-Assistenten braucht eine andere Tiefe als eine Fachabteilung, die KI in sensible Prozesse einbindet.
Reicht eine kostenlose Online-Schulung?
Als Einstieg ja, wenn das Risiko gering ist. Für sensible Einsatzfelder ist ein DSB-Nachweis belastbarer, weil er vom zertifizierten DSB ausgestellt und nachvollziehbar dokumentiert wird. Details im Ratgeber KI-Schulung kostenlos vs. DSB-Nachweis.
Wer stellt den Nachweis aus?
Ein zertifizierter DSB wie Peter Fürsicht von max2-consulting kann KI-Kompetenz und DSGVO-Schulung in einem Schulungsblock bescheinigen – ein Block, zwei Nachweise.
Wo finde ich die Schulungstermine?
Auf WordPress-Schulungen stehen die Termine, darunter das KI-Bootcamp 26.–27.06.2026 und das WordPress 1:1 Coaching 09.07.2026.
Verwandte KI-Ratgeber (Spoke-Liste)
Die folgenden Ratgeber und kommerziellen Seiten ergänzen diesen Hub:
- KI-Schulung für Unternehmen – kommerzieller Pillar mit Paketen und Preisen
- KI-Schulung EU AI Act – umfassender Ratgeber zur KI-Kompetenzpflicht
- KI-Schulungspflicht Art. 4 – Detail-Ratgeber zu Art. 4
- KI Governance & DSB-Mandat – Governance-Struktur und DSB-Rolle
- KI-Schulung kostenlos vs. DSB-Nachweis – Abwägung der Optionen
- Datenschutz- und KI-Schulung vom DSB – DSB-geleitete Schulung
- Digital Omnibus und Art. 4 – was sich ändert
- KI-Marketing-Agentur München – KI-Marketing-Kreuzung
Zusätzlich verwandt: WordPress-Schulungen (KI-Bootcamp-Termine) und SEO Agentur München (AI-SEO-Kreuzung).
Aus München für Deutschland – max2-consulting KI-Schulungen
max2-consulting hat seinen Sitz in Germering bei München (Fichtenstr. 45, 82110 Germering, Bayern). Die KI-Schulungen richten sich an Unternehmen in ganz Deutschland – vor Ort im Großraum München oder remote. Die Kombination aus zertifiziertem DSB, über 10 Jahren WordPress-Erfahrung und Avada-Spezialisierung ist ein echtes Differenzierungsmerkmal.
Erreichbar: Mo–Fr 09:00–18:00, Telefon +49 89 23515690. price_range €€. 38+ Bewertungen, 4,9 Sterne.
Der nächste Schritt: KI-Schulung für Unternehmen oder direkt max2shop für Buchungen.
KI im Unternehmen: zwei Rechtsregime gleichzeitig
Künstliche Intelligenz im unternehmerischen Einsatz berührt zwei Rechtsregime gleichzeitig: die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und den EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689). Beide Regime sind eigenständig, beide gelten parallel, beide müssen eingehalten werden. Aus der DSB-Perspektive ist das zentrale Erkenntnis: KI-Compliance ist nicht mit DSGVO allein erledigt — und nicht mit dem AI Act allein. Wer KI-Systeme einsetzt, muss beide Regime zusammen denken.
EU-AI-Act Art. 4: KI-Literacy-Pflicht ab 02.08.2026
Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) tritt gestaffelt in Kraft. Eine der frühesten Pflichten, die Unternehmen trifft, ist Artikel 4 — die KI-Kompetenz-Pflicht („AI literacy“). Ab dem 02. August 2026 müssen Anbieter und Betreiber von KI-Systemen Maßnahmen treffen, um sicherzustellen, dass ihr Personal über ausreichende KI-Kompetenz verfügt. Das bedeutet: Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen oder bereitstellen, müssen ihre Mitarbeiter schulen — nicht optional, nicht „wenn Zeit bleibt“, sondern als gesetzliche Pflicht.
Art. 4 verlangt, dass die KI-Kompetenz der Personen, die für den Einsatz und Betrieb von KI-Systemen verantwortlich sind, so ausgebildet ist, dass sie die Systeme in rechtskonformer Weise nutzen können. Das umfasst: Verständnis der Funktionsweise der KI-Systeme, Kenntnis der Risiken, Bewusstsein für die datenschutzrechtlichen Implikationen, Fähigkeit zur Bewertung der Auswirkungen auf Betroffenenrechte.
Wer ab dem 02.08.2026 Mitarbeiter einsetzt, die KI-Systeme bedienen, ohne dass diese geschult wurden, verstößt gegen Art. 4 EU-AI-Act. Das ist kein „weiches“ Gesetz — es ist eine Verordnung mit unmittelbarer Geltung in allen EU-Mitgliedsstaaten.
DSGVO und KI: Datenverarbeitung beim Training
Künstliche Intelligenz lernt aus Daten. Und wenn diese Daten personenbezogen sind — und das sind sie fast immer, sei es durch Trainingsdaten, Nutzer-Interaktionen, Feedback-Schleifen —, greift die DSGVO voll. Die Trainings-Datenverarbeitung muss auf eine Rechtsgrundlage gestützt werden: Art. 6 Abs. 1 DSGVO. Das kann die Einwilligung (lit. a), die Vertragserfüllung (lit. b), die rechtliche Verpflichtung (lit. c), lebenswichtige Interessen (lit. d), öffentliches Interesse (lit. e) oder berechtigtes Interesse (lit. f) sein. Die Auswahl der Rechtsgrundlage ist keine Formsache — sie bestimmt, welche Betroffenenrechte ausgelöst werden und welche Informationspflichten bestehen.
Besonders kritisch ist Artikel 22 DSGVO — das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die rechtliche Wirkungen entfaltet oder die betroffene Person in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Wenn ein KI-System Entscheidungen über Menschen trifft — Bewerbungsvorauswahl, Kreditwürdigkeit, Versicherungsprämien, Risikoklassifizierung —, greift Art. 22. Die betroffene Person hat dann das Recht auf menschliche Überprüfung, das Recht, ihren Standpunkt darzulegen, das Recht, die Entscheidung anfechten zu können. KI im HR-Bereich, im Finanzwesen, im Versicherungswesen ohne Art. 22-Konformität ist ein rechtliches Minenfeld.
DSB-Rolle bei der KI-System-Evaluation
Aus DSB-Sicht umfasst die KI-Compliance-Arbeit mehrere Prüfstränge:
- Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nach Art. 35 DSGVO: Wenn die KI-Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen birgt — und das ist bei vielen KI-Anwendungen der Fall —, ist eine DSFA durchzuführen. Die DSFA ist keine formale Übung; sie umfasst die systematische Beschreibung der Verarbeitung, die Bewertung der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit, die Risikobewertung und die Maßnahmen zur Risikominimierung.
- Rechtsgrundlagen-Prüfung: Auf welcher DSGVO-Grundlage wird die KI-Datenverarbeitung durchgeführt? Ist die Rechtsgrundlage tragfähig, oder würde eine Aufsichtsbehörde sie ablehnen?
- Art. 22-Konformität: Trifft das KI-System automatisierte Entscheidungen? Wenn ja: Sind die Ausnahmetatbestände erfüllt? Sind die Betroffenenrechte gewährleistet? Gibt es ein menschliches Review-Verfahren?
- EU-AI-Act-Klassifizierung: In welche Risikokategorie fällt das KI-System? Unacceptable risk (verboten), high risk (strenge Auflagen), limited risk (Transparenzpflicht), minimal risk (keine spezifischen Pflichten)? Die Klassifizierung bestimmt die Pflichten — und die Pflichten sind sehr unterschiedlich.
KI-Schulung als rechtliche Pflicht, nicht als Weiterbildung
Die KI-Literacy-Pflicht nach Art. 4 EU-AI-Act ist ab dem 02.08.2026 eine gesetzliche Pflicht, keine freiwillige Weiterbildung. Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, müssen nachweisen können, dass ihr Personal geschult ist. Aus DSB-Sicht bedeutet das: Die KI-Schulung muss dokumentiert werden, sie muss nachvollziehbar sein, sie muss inhaltlich den Anforderungen des Art. 4 entsprechen.
Es geht nicht um einen einstündigen „KI-Überblick“-Vortrag. Art. 4 verlangt KI-Kompetenz, die so ausgebildet ist, dass das Personal die Systeme rechtskonform nutzen kann. Das umfasst technisches Verständnis, rechtliches Bewusstsein und ethische Reflexion. Die Schulung muss auf die konkreten KI-Systeme zugeschnitten sein, die im Unternehmen zum Einsatz kommen.
Die max2-Perspektive: DSB-geprüfte KI-Compliance und KI-Schulung
Peter Fürsicht ist zertifizierter Datenschutzbeauftragter (DSB). In dieser Rolle unterstützt er Unternehmen bei der KI-DSGVO-Compliance: Rechtsgrundlagen-Prüfung, DSFA-Begleitung, Art. 22-Konformitäts-Prüfung, EU-AI-Act-Klassifizierung. Die KI-Begleitung aus der DSB-Perspektive ist eine rechtliche Einschätzung auf der Grundlage geltenden EU-Rechts — keine Rechtsberatung im Einzelfall, die Rechtsanwälten vorbehalten ist.
max2 bietet KI-Schulungen an, die auf die Art. 4 EU-AI-Act-Pflicht abgestimmt sind. Das ist belegbar: max2 verfügt über einen eigenen KI-Schulungsbereich (Skills `ai-act-schulung`, `schulungen-max2`), der die KI-Literacy-Pflicht inhaltlich adressiert. Die Schulung ist nicht generisch, sondern auf die DSGVO- und EU-AI-Act-Pflichten zugeschnitten — genau das, was Art. 4 verlangt: KI-Kompetenz, die rechtskonforme Nutzung ermöglicht.
Fazit: KI-Compliance ist DSGVO + EU-AI-Act, nicht nur eines
Wer KI im Unternehmen einsetzt, muss die DSGVO und den EU-AI-Act erfüllen. Art. 4 EU-AI-Act tritt am 02.08.2026 in Kraft — die KI-Literacy-Pflicht wird dann real. Art. 22 DSGVO gilt schon heute. Art. 35 DSFA gilt schon heute. KI ohne DSB-Prüfung ist ein rechtliches Risiko. KI ohne Schulung wird ab dem 02.08.2026 ein rechtliches Risiko. Wer sich jetzt vorbereitet — mit DSB-Beratung, mit KI-Schulung, mit Compliance-Dokumentation — ist nicht „früh dran“, sondern rechtzeitig.
Dieser Text stellt eine rechtliche Einschätzung aus der DSB-Perspektive dar, keine Rechtsberatung im Einzelfall. EU-AI-Act-Daten nach Verordnung (EU) 2024/1689; Datum 02.08.2026 gemäß Art. 113 der Verordnung.
