Ein professioneller Internetauftritt ist mittlerweile in praktisch jeder Branche ein absolutes Muss – für jedes Unternehmen. Gleich ob Start-Up oder Weltkonzern, eine solide Website ist die Mindesterwartung, die Kundinnen und Kunden heute an Unternehmen haben. Doch wie steht es um Autohäuser und Werkstätten in Deutschland, wenn es um den digitalen Wandel geht?

Eine aktuelle Studie der ZDK bringt die (erschreckende) Gewissheit: Es sieht ziemlich düster aus bei vielen Autohäusern und Werkstätten und eine fundierte, grundlegende Onlinemarketing Beratung wäre dringend nötig!

An der Studie, die der Branchenverband am 20. September 2019 auf der Mitmach-Konferenz CarCamp in Mannheim vorstellen wird, hatten sich im Mai und Juni 2019 ingesamt fast 1.000 Betriebe beteiligt, und der ZDK hat nun die ersten Ergebnisse vorab veröffentlicht – vielleicht auch um wachzurütteln und natürlich die Händler auf der Konferenz in Mannheim nachhaltig zu sensibilisieren…

Digitalisierung – Augen zu und durch?

Trotz der voranschreitenden Digitalisierung – auch in der Automobilbranche – mit all Ihren Vor- und Nachteilen – haben laut der ZDK-Studie nur 7% der Unternehmen dieser Branche bereits eine entsprechende Strategie entwickelt. Ein absolut erschreckender Wert, denn schließlich gäbe es online jede Menge Potential in vielerlei Hinsicht.

Neben einer informativen Website könnten schließlich auch sozialen Medien wie YouTube, Facebook, Instagram und Twitter genutzt werden um mit Kunden und Interessenten in Kontakt zu kommen, um das Autohaus und die angebotenen Leistungen zu präsentieren und einen erfolgreichen Schritt in die Zukunft zu wagen. Die Möglichkeiten wären unglaublich vielfältig und reichen von Onlinemarketing zur Neukundegewinnung, über professionelles Retargeting bis hin zur Ansprache potentieller Bewerberinnen und Bewerber.

Nur lediglich 7% der Unternehmen haben hier eine Strategie… Der Rest „wurschtelt“ wenn überhaupt ingendwie, irgendwas.

Digitalisierungs-Experten am Werk? Fehlanzeige!

Tatsache ist, dass derzeit bei den meisten Autohäusern und Werkstätten der komplette Online-Marketing Kanal, also neben dem Internet-Auftritt auch die Social-Media Kanäle sowie die digitale Kommunikation mit potentiellen (Neu-)Kunden von lediglich einem Mitarbeiter (!) nebenbei (!) mitbetreut (!) wird.

Eine fundierte Onlinemarketing Beratung und somit externe Dienstleister, die das Unternehmen in Sachen Digitalisierung coachen, monitoren und somit in diesem Markt und den verschiedenen Kanälen voranbringen, sind hingegen nur bei ca. 15% der Unternehmen eingebunden. Leider gibt die Studie (noch) keine Auskunft wieviele „ungelernte“ Mitarbeiter die verschiedenen Onlinemarketing Kanäle betreuen – vielleicht muss das allerdings sich erst bis zu den Inhabern, Service- und Verkaufsleitern in den Köpfen manifestieren, dass Online Marketing eben nicht etwas ist, was man mal „nebenbei“ so in 1-2 Stunden in der Woche machen soll und kann.
Für uns als Agentur für Autohausmarketing ist diese Studie auch ein Alarmsignal, ein Weckruf, denn spätestens durch diese neue Studie ist eins klar: Es besteht zwar ein sehr hoher Beratungsbedarf im Online Marketing für Autohäuser und Werkstätten, allerdings, gaben gleich 40% der befragten Unternehmen an, keinerlei Budget für digitale Maßnahmen eingeplant zu haben! In Worten: Vierzig Prozent!

Fachkräftemangel im Autohaus

Die Studie zeigt deutlich dass ein Autohaus heutzutage um einen Online Marketing Manager und/oder Social Media Manager nicht mehr drumrum kommt. Diese Personen haben das fachliche Know-How um mit ihrem täglichen Tun Autohäuser und Werkstätten auf diese neue, extrem zukunftssichernde Zeit zu führen und die neuen Kanäle mit Leben zu füllen – allerdings gelingt so ein Kraftakt sicherlich nicht damit, wenn man als Autohaus kein Budget einplant und keine Fachkräfte hierfür beschäftigt. Die Angestellten eines Autohauses sind mittlerweile bestens geschulte und zertifizierte Fachkräfte, egal ob am Tester, in der Lackierkabine oder am Servicecounter – alle Personen erhielten nach der Ausbildung noch etliche Schulungen, Workshops und Weiterbildungen. Und was erhielten die Personen die im Autohaus Online Marketing und Social Media Marketing „machen“ sollen?

Die Frage muss gestellt werden:

Wie wollen Autohäuser und Werkstätten den Schritt in die digitale Welt schaffen, wenn Sie hierfür kein Budget einplanen? Oder andersrum: Was erwarten sich diese 40% von Ihrer eigenen Zukunft wenn sie dieser ohne Budget begegnen? Der tolle Glaspalast alleine wird die fortschreitende Digitalisierung und das Umlenken der Kunden- und Interessentenströme nicht auffangen… – die Verkaufsräume sind heute schon leergefegte Ausstellungsräume und gleichen eher Museen als Begegnungsstätten von interessierten, kauf- bzw. verkaufswilligen Menschen… – und das Internet mit all seinen Ausprägungen und Kanälen ist mittlerweile der absolute erste Kontaktpunkt – und nicht mehr der Besuch im Autohaus den der Interessent dann mit Prospekt und Visitenkarte verließ – wer also den ersten Kontaktpunkt (Touchpoint) nicht optimal gestaltet, hat (…wenn überhaupt) bei der weiteren Kontaktgestaltung schon sehr schwierige Bedingungen geschaffen.

Chance für Vorreiter der Branche

Diese Statistiken der ZDK zeigen vor allem, dass von Seiten der Geschäftsführung und Leitung von Autohäusern und Werkstätten die Relevanz der Digitalisierung nach-wie-vor noch nicht erkannt wurde.

Das kann daran liegen, dass schlichtweg Fachwissen fehlt, um die Bandbreite der Möglichkeiten zu verstehen, die sich im digitalen Zeitalter ergeben, oder es ist schlicht und einfach ein Resultat einer gewissen Bequemlichkeit, die sich in der Branche, in der es in den letzten Jahren und Jahrzehnten wenig Innovationen bei der Kundenansprache und Akquirierung gab, breitgemacht hat. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist, dass manche Autohäuser maximal halbherzig und ohne Struktur bzw. Strategie bisher das Online Marketing betrieben haben, und somit natürlich auch schnell eine bauernschlaue Erkenntnis gereift ist: Online Marketing bringt nichts! Klar… – wer etwas nur halbherzig und ohne Fachwissen betreibt, der wird (kaum) dauerhaft Erfolg haben… – Autohaus-Inhaber sollten einfach mal an ihre ehemaligen Händlerkollegen denken, die nun auch nicht mehr existieren weil sie halbherzig und blutleer agiert haben.

Allerdings,  und das macht Mut: Gerade durch das langsame Reagieren vieler Autohäuser und Werkstätten ergeben sich so nun besondere Chancen für jene Unternehmen, die die Gelegenheit nutzen und sich durch professionelles Onlinemarketing und starke Internet-Präsenzen schon jetzt von der Konkurrenz bzw. dem Mitbewerb abheben und wir als Autohaus Marketing Agentur begleiten diese Unternehmen mit Freude weil man direkt spüren und sehen kann wie hier etwas Neues aber Entscheidendes entsteht.