Von Published On: 31. August 20194,7 min read
Published On: 31. August 20194,7 min read

Das Internet bietet inzwischen für Jedermann die Möglichkeit eigene Inhalte für Nutzer aus der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen. Für ein solches Vorhaben müssen zudem keine Kenntnisse im Programmieren vorliegen bzw. vorhanden sein, denn so genannte CMS Systeme sorgen dafür, dass bereits mit wenigen Mausklicks ohne ohne fundierte Programmierkenntnisse eine Webseite erstellt und aktuell gehalten werden kann. Anwendungen wie Typo3 und WordPress sind dabei in aller Munde, doch gilt es zunächst aufzuzeigen, was unter einem CMS System genau zu verstehen ist.

Das ist ein CMS

Laien können sich unter einem CMS eine Art von Baukasten vorstellen, mit dem die eigene Webseite kinderleicht erstellt werden kann. In einer Weboberfläche stehen die unterschiedlichsten Symbole zur Auswahl, um beispielsweise auf der Hauptseite Texte, Bilder, Animationen oder aber Videos einzubinden. Bei System wie Wix hilft hierbei zudem noch, dass diese bereits mit einem großen Set an potentiellen Looks für die eigene Webseite ausgestattet sind, so dass mit nur einem Klick das gewünschte Design ausgewählt, installiert und aktiviert werden kann.

Der Begriff CMS bedeutet Content Management System und beschreibt einen solchen Baukasten. Hierbei bieten jedoch viele Systeme weitere Optionen an. Nicht nur Texte und Bilder lassen sich entsprechend einbinden, denn Drupal, Wix, Joomla oder aber auch WordPress lassen sich noch zusätzlich erweitern. Auf diese Art und Weise können weitere Funktionalitäten genutzt werden, um beispielsweise einen Chat, ein Forum oder aber die Verbindung zu Facebook und Instagram realisieren zu können. Als WordPress Agentur bieten wir natürlich diesen Service für WordPress Websites an, um gerade WordPress-Neueinsteigern die ersten Schritte mit diesem System zu erleichtern.

Einfache Handhabung erleichtert die Nutzung

Ein CMS verwenden zu wollen, bringt einen sehr einfachen Einstieg mit sich. Ob Drupal, Joomla, Typo3 oder WordPress: ein solches System muss zunächst einmal installiert werden. Viele Webhoster bieten hierfür bereits spezielle Angebote an, doch reicht neben ein wenig Webspace eine Datenbank hierfür aus. Dabei muss ein Anwender keine Angst haben vor dem Vorgehen, denn die Installation ist sehr einfach. Viele Anbieter bieten beispielsweise Joomla oder WordPress mit einer Ein-Klick-Installation aus einem Menü heraus an. Doch auch wenn manuell installiert wird, genügt es die gewünschten Userdaten sowie die benötigte Datenbank zu hinterlegen.

Neben der Installation ist zugleich das Handling sehr einfach gehalten. Ein gutes Content Mangement System lässt sich wie moderne Office Anwendungen oder Email-Programme nutzen. Oftmals sind zugleich die Navigationsflächen identisch gehalten, um beispielsweise die Formatierung eines Textes einfach zu machen. Sollen Videos oder Tweets eingebunden werden, funktioniert dies ebenfalls sehr einfach. Moderne CMS Systeme wie WordPress wandeln dabei die Links zu den jeweiligen Inhalten automatisch um, so dass der Anwender nur den Link zum Video oder zum Tweet einbinden bzw. in seinen Text hineinkopieren muss.

Gutes muss nicht teuer sein

Bei einem guten Content Management System zeigt sich, dass Qualität nicht unbedingt immer teuer sein muss. Wer WordPress, Joomla, Typo3 und andere CMS Systeme nutzen möchte, findet diese kostenlos zum Download. Zugleich werden in der Regel zahlreiche Designs oder Erweiterungen ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt. Ohne Kosten kann zugleich ein Support genutzt werden, denn rund um diese CMS Systeme haben sich Communities gebildet, in denen auch Anfänger und Einsteiger ihre Fragen platzieren können.

CMS-Wahl 2026: WordPress dominiert den Markt

Stand Juni 2026 läuft WordPress auf rund 43 Prozent aller Websites weltweit (W3Techs, allgemeines Fachwissen) und ist damit das mit Abstand verbreitetste CMS. Drupal, Joomla und Typo3 spielen im professionellen Umfeld weiterhin eine Rolle, spielen aber im DACH-Mittelstand quantitativ eine untergeordnete Rolle gegenüber WordPress. Die Gründe: eine riesige Plugin- und Theme-Ökonomie, niedrige Einstiegshürde, und eine Community, die Sicherheits-Updates zügig einspielt.

Page-Builder vs. Block-Editor (Gutenberg)

WordPress selbst liefert seit Version 5.0 den Block-Editor Gutenberg als Standard-Editor. Page-Builder wie Elementor, Divi, Bricks oder Avada Fusion Builder legen eine eigene visuelle Bearbeitungsebene darüber und erlauben Layouts ohne CSS-Kenntnisse. Der Trade-off: Page-Builder produzieren mehr DOM-Markup und können Core-Web-Vitals wie LCP und CLS belasten, wenn nicht konfiguriert wird (Asset-Loading, defer CSS, lazy-load Bilder). Bei der Auswahl gilt: redaktionelle Sites kommen mit Gutenberg und einem schlanken Theme oft ohne Drittbaukasten aus; komplexe Marketing-Layouts profitieren von einem Page-Builder, erfordern dann aber Disziplin bei Performance-Optimierung und CSS-Pflege.

Headless-CMS und die decoupled-Architektur

Ein Headless-CMS trennt Content-Backend (z.B. WordPress als Datenquelle über die REST-API) vom Frontend, das dann mit Next.js, Astro oder einer anderen Jamstack-Technologie gerendert wird. Vorteile: schnellere Frontend-Auslieferung, flexiblere Design-Pipeline, kleinere Angriffsfläche des ausgelieferten HTML. Nachteile: höherer Setup- und Betriebsaufwand, Editorinnen und Editoren verlieren den WYSIWYG-Komfort. Für die meisten KMU-Sites im DACH-Raum überwiegt der Aufwand nicht den Nutzen; klassisches WordPress mit gut gepflegtem Theme bleibt der pragmatische Standard.

DSGVO und CMS-Wahl

Das CMS ist die technische Basis jeder DSGVO-konformen Website. Ausschlaggebend sind weniger das CMS selbst als die darauf laufenden Plugins und Themes: Tracking-Pixel, Schriftarten von Google-CDN, Embeds (YouTube, Instagram, Maps) und Formular-Dienste entscheiden darüber, ob vor einer Einwilligung personenbezogene Daten an Dritstaaten fließen. WordPress erlaubt hier die granulare Kontrolle (lokal gehostete Fonts, Consent-gesteuerte Embeds, datenschutzkonforme Formular-Plugins), die wir als WordPress-Agentur und mit Peter Fürsicht als zertifiziertem Datenschutzbeauftragten (DSB) bei jedem Projekt als Standard etablieren. Ein CMS-Wechsel allein löst kein DSGVO-Problem; die Architektur der Plugins und die Consent-Logik sind der eigentliche Hebel.

Fazit: WordPress als pragmatischer Standard für DSGVO-konforme Sites

Für die überwiegende Mehrheit der Projekte im DACH-Raum ist WordPress weiterhin die empirisch belegte beste Wahl: mature Codebase, breites Plugin-Ökosystem, transparente Security-Updates, und mit der richtigen Plugin-Architektur vollständig DSGVO-kompliant einsetzbar. Wer eine Redaktion ohne Entwicklerkenntnisse betreiben will und dabei Kontrolle über Datenflüsse behalten muss, kommt an WordPress kaum vorbei.

Vielen Dank fürs Lesen,
Ihr Peter Fürsicht

Peter-Fuersicht-WordPress-DozentÜber den Autor: Peter Fürsicht
Hallo lieber Leser, ich schreibe in diesem Blog über Aktuelles und Interessantes aus unserem direkten Firmenumfeld im Bereich Onlinemarketing und Social Media Marketing sowie als WordPress Agentur in München. Ich freue mich auf spannende Diskussionen.
Meine Qualifikationen: zertifizierter Online-Marketing-Manager (macromedia), zert. Datenschutzbeauftragter, zweifach ZdK-zertifizierter Automobilverkäufer (BMW, Mercedes) mit über 16 Jahren Berufserfahrung, Ausbildung zum Verkaufsleiter (BMW), Coach für Nachwuchsverkäufer innerhalb der ZdK-zertifizierten Ausbildung. Als Dozent für Onlinemarketing bin ich u.a. bei der Macromedia-Akademie und der PTM Akademie in München tätig.

Für Meinungen, Wünsche und Anregungen können Sie mich direkt kontaktieren: pf@max2-consulting.de